
| Interview mit Herrn Riedl/Frau Zweimüller, Passivhausbesitzer in OÖ | ![]() |

1. Wie sind Sie auf die Idee gekommen, eventuell ein Passivhaus zu bauen?
Wir arbeiteten beide zur Zeit der Planung bei der Fa. Lederbauer. Diese ist ein Vorreiter bei der Entwicklung von Passivhausfenstern. Der Gedanke, durch ein Passivhaus der Umwelt etwas Gutes zu tun war das erste Motiv.
2. Wo haben Sie die wichtigsten Informationen gesammelt?
Durch Fachlektüre über Passivhäuser, Internet, Messen und bei Informationsveranstaltungen z.B. bei Fa. Genböck.
3. Was sagen Sie zur Architektur im Passivhausbereich? - Gibt es die „spezielle Passivhausarchitektur" oder denken Sie, ein Passivhaus kann auch wie ein ganz „normales Haus" aussehen?
Ein Passivfertighaus kann natürlich wie ein „normales Haus" aussehen. Eine schlichte, geradlinige Bauweise macht es aber sicher einfacher ein Haus energieeffizient zu bauen. Wir finden es außerdem erfrischend, wenn nicht alle Häuser gleich aussehen.
4. Haben Sie bei der Planung Kompromisse oder Abstriche gegenüber einem „normalen" Haus hinnehmen müssen?
Die Anordnung der großen Fensterflächen in Richtung Süden und Vermeidung von unnötigen Fensterflächen in Richtung Norden musste berücksichtigt werden. Hat man das geschafft, ergeben sich dadurch aber nur Vorteile. Helligkeit im Haus und die freie Sicht nach außen beeindrucken immer wieder unsere Gäste. Nachteile gegenüber einem „normalen" Haus konnten wir bis jetzt keine feststellen.
5. Sie haben sich für die Holzrahmenbauweise entschieden, was sind Ihre wichtigsten Motive dafür?
Durch Holzrahmenbauweise lassen sich die Anforderungen an ein Passivfertighaus einfach am leichtesten erfüllen.
6. Welche Vorzüge waren für die Entscheidung für ein EnerGEN Ultra von Genböck Haus ausschlaggebend?
Wir haben uns von einigen Passivhausherstellern beraten lassen und uns einige Häuser angesehen. Genböck machte für uns den kompetentesten Eindruck. Manche Hersteller hatten mit dem Begriff Passivhaus geworben, hatten aber wenig Ahnung, wie ein Passivhaus wirklich funktioniert. Genböck war auch einer der ersten Hersteller, welcher sich mit diesem Thema auseinandergesetzt hat. Der gute Ruf in Sachen Qualität gab uns natürlich auch eine gewisse Sicherheit.
7. Waren Sie mit der Bauabwicklung von Genböck Haus zufrieden?
Im Vergleich zu manch anderen Firmen, die an der Errichtung unseres Hauses beteiligt waren, machten wir mit Genböck und Rosner (Fertigteilkeller) die besten Erfahrungen.
8. Sie wohnen seit ca. 1,5 Jahren in einem Passivhaus: Welche Vorzüge und Annehmlichkeiten fallen Ihnen spontan ein?
Frische Luft, gleichmäßige Temperatur in allen Räumen, Helligkeit und freie Sicht nach außen, geringste Heizkosten.
9. Was sagen Sie zur weit verbreiteten Meinung: „in einem Passivhaus darf ich kein Fenster öffnen"?
Das Bedürfnis ein Fenster zu öffnen entsteht, weil man die Luftqualität verbessern will oder um kalte Luft ins Hausinnere zu bringen, wenn es den Bewohnern zu warm wird. Durch die Wohnraumlüftung ist es nicht notwendig, die Fenster zu öffnen, um die Luftqualität zu verbessern. Wenn es im Haus zu warm wird, spricht auch im Winter nichts dagegen die Fenster zu öffnen.
10. Ein wichtiges Thema zum Schluss - die Kosten: War Ihr Passivhaus teurer als ein vergleichbares Niedrigenergiehaus und wenn ja, um wieviel?
Gegenüber einem Niedrigenergiehaus mit gleichen Wohnkomfort wird ein Passivhaus im Gesamten gesehen nicht teurer sein. Ein Passivhaus verursacht in der Anschaffung gewisse Mehrkosten wie Außenwand, Isolierung zum Keller, Fenster und Haustechnik. Im Gegenzug ist z.B. kein Kamin notwendig und ein Raum zur Lagerung des Heizmaterials kann entfallen. Hätten wir uns einen Kachelofen oder einen Wintergarten geleistet, um auf andere Weise einen ähnlichen Wohnkomfort zu erreichen, wären auch Kosten angefallen. Auch die Förderungen für Passivhäuser sind interessant. Je nachdem wie man es betrachtet, ist ein Passivhaus günstiger oder teurer. Sicher ist jedoch, dass die Heizkosten wesentlich geringer sind. Die geringeren Schäden an der Umwelt kommen uns auch indirekt zu Gute.
11. Wann glauben Sie, wird sich die Investition amortisiert haben, wenn man die möglichen Förderungen miteinbezieht?
Siehe Pkt. 10.
12. Würden Sie sich wieder für ein EnerGEN Ultra von GENBÖCK HAUS entscheiden?
Ja, natürlich!